Advanced Nursing Practice (ANP)

Mit Advanced Nursing Practice (ANP) wird die Praxis von universitär ausgebildeten und praxiserfahrenen Pflegenden umschrieben, die über ein spezialisiertes Fachwissen verfügen, sowohl auf Master- wie auch auf Doktoratsebene. Diese spezialisierte Pflege ist auf Einzelpersonen, Familien oder Gruppen mit spezifischen gesundheitlichen Problemen ausgerichtet. ANP umfasst Angebote und Interventionen, die auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungswissen gründen. Dabei werden Forschungsergebnisse aufgenommen und umgesetzt und die Resultate dieser Anwendungen werden systematisch ausgewertet.

Advanced Practice Nurses (APNs) verfügen über folgende berufliche Kompetenzen:

  1. Expertenwissen und Know-how in einem spezifischen Bereich der Pflege.
  2. Fähigkeiten, andere zu führen und fachlich zu befähigen,
  3. mit interdisziplinären Teams zusammenzuarbeiten.
  4. Solide Kenntnisse wissenschaftlicher Methoden und Fähigkeiten, diese zur Verbesserung der Pflege einzusetzen.
  5. Fähigkeiten, Konsultationen in komplexen Fällen durchzuführen und
  6. Fähigkeiten, ethische Entscheidungen zu treffen und zu ethischen Entscheidungsfindungen beizutragen.


APNs sind Schrittmacher, indem sie zu einer Verbesserung der Patientenergebnisse und der Pflegequalität beitragen. So sind sie beispielsweise mit den Nebenwirkungen einer Chemotherapie bei Patientinnen mit Krebs vertraut und kennen den Stand der Forschung bezüglich Leidenslinderung. Oder: sie kennen sich aus mit der Prävention von Stürzen bei älteren Menschen, und sind auf dem neusten Stand in der Früherkennung oder Vermeidung von akuten Verwirrungszuständen nach operativen Eingriffen. Sie erforschen Hintergründe mangelhafter Therapietreue oder wenden wissenschaftliche Erkenntnisse an, um Angehörige von Patienten in ihrer Pflege zu unterstützen.

Wer den Masterstudiengang des INS absolviert hat ist eine „Advanced Practice Nurse“ (APN).