Psychologisch-Psychiatrische Versorgung in Schweizer Alters- und Pflegeheimen

Psy-APH

Wie häufig sind psychische Erkrankungen bei Bewohnenden Schweizer Alters- und Pflegeheime, und welchen psychologisch-psychiatrischen Versorgungsbedarf haben sie? Diesen Fragen geht das INS im Rahmen eines Projekts von CURAVIVA nach. Eine neue schweizweite Datengrundlage soll geschaffen und konkrete Ansätze zur Weiterentwicklung der Versorgung erarbeitet werden.

Die psychologisch-psychiatrische Versorgung in der stationären Langzeitpflege ist bislang unzureichend erforscht. Es fehlen verlässliche Daten zum Bedarf der Bewohnenden. 
Gleichzeitig weisen Studien und Rückmeldungen aus der Praxis auf Versorgungslücken sowie auf Herausforderungen bei der Aus- und Weiterbildung des Personals und bei den strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen hin.

Dr. Beatrice Gehri übernimmt die Leitung des ersten von drei miteinander verknüpften Teilprojekten. Dabei werden bestehende Pflege- und Assessmentdaten analysiert und durch qualitative Erhebungen ergänzt. Ziel ist es, die Häufigkeit psychischer Erkrankungen und den Versorgungsbedarf systematisch zu erfassen und bestehende Versorgungslücken aufzuzeigen. 
Die beiden weiteren Teilprojekte untersuchen die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen in den Kantonen und dokumentieren bestehende Good-Practice-Modelle.

Die Ergebnisse werden in einem priorisierten Massnahmenkatalog zusammengeführt und praxisorientiert aufbereitet. Über das nationale Netzwerk von CURAVIVA, Fachveranstaltungen und Weiterbildungen sollen sie Praxis, Politik und Ausbildung zugänglich gemacht werden. Damit soll das Projekt eine evidenzbasierte Grundlage schaffen, um die Versorgung stärker am Bedarf der Bewohnenden auszurichten.

Die Trägerschaft liegt bei CURAVIVA, dem nationalen Branchenverband der Dienstleister für Menschen im Alter. 
Die Age-Stiftung unterstützt das Projekt mit CHF 170’000.

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