Forschung am Institut für Pflegewissenschaft

Fokus

Die Forschung am INS hat das Ziel, Fragestellungen zu untersuchen, welche sich den realen Herausforderungen in der Praxis stellen und eine Wirkung im klinischen Feld zu erzielen.

Bei den Fragestellungen werden sowohl epidemiologische als auch demographische Entwicklungen und Bedürfnisse von Patienten und Familien berücksichtigt. Wir fokussieren uns auf drei Forschungsschwerpunkte – «Innovative Versorgungsmodelle», «Patientensicherheit und Versorgungsqualität» sowie «Genomik in der Pflege».

Im Fokus stehen Menschen mit chronischen Krankheiten (z.B. Transplantation, Infektionskrankheiten, Krebs) sowie ältere multimorbide Menschen in unterschiedlichen klinischen Settings, etwa im Akutbereich, in der Langzeitpflege oder im häuslichen Bereich und ihre Angehörigen.

Interprofessionalität

Unsere Forschungsaktivitäten sind durch einen interdisziplinären Ansatz gekennzeichnet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen wie Pflege, Medizin, Gesundheitsökonomie, Informatik, Epidemiologie, Statistik oder Pharmazie arbeiten zusammen, um relevante Lösungsansätze für die klinische Praxis zu entwickeln. 

Anwendung

Die Forschung am INS ist klinisch ausgerichtet und will zur Verbesserung pflegerischer Leistungen und Patientenergebnisse beitragen

Der Transfer von erarbeiteten praxisrelevanten Forschungsergebnissen in die Praxis wird über intensive Akademie-Praxis-Partnerschaften unterstützt.

Implementation science ist in unseren Forschungsprojekten eine bevorzugte Methode, welche massgeblich zur Wertschöpfung (`value chains`) der Forschungsergebnisse beiträgt. Die zentrale Idee von Implementation science ist die Entwicklung einer Vorgehensweise, um eine Idee, Entscheidungen, Regeln, Interventionen, Massnahmenpakete oder Verfahrensweisen in der Praxis zum Einsatz zu bringen. Die Methoden der Implementation Science helfen dabei, die Implementierung von Forschungsergebnissen voran zu treiben.

Forschungsinfrastruktur

Gute Forschung setzt kontinuierliche Investitionen in Forschungsinfrastruktur auf höchstem Niveau voraus. Dabei geht es nicht nur um grosse, kostenintensive Infrastrukturen. Auch Unterstützungsangebote, Ressourcen, Dienstleistungen, soziale Infrastrukturen und Prozesse, die speziell für wissenschaftliche Zwecke bereitgestellt werden und deren Funktion es ist, Forschung zu ermöglichen oder zu erleichtern, gehören dazu.

Das INS hat eine starke interne Forschungsinfrastruktur entwickelt, welche die Forschenden bei der Entwicklung und Durchführung von Forschungsprojekten unterstützt.

So ist das INS geprägt von einer dichten Netzstruktur welche die Forschenden zum regen wissenschaftlichen Austausch und Peer Unterstützung zusammenbringt. Beteiligung an langjährigen Kohorte-Studien (z.B. im Bereich Transplantation oder HIV/AIDS) bereichern die INS Forschungsdateninfrastruktur und vereinfachen den Zugang zu wissenschaftlichen Datensammlungen. INS Forschenden stehen zudem unterstützende Dienstleistungen zur Verfügung, welche entweder am INS selber (z.B. Editierung, Statistik Support, Projekt Budgetierung) oder von UNIBAS Core Facilities wie z.B. die CTU angeboten werden. 

Internationalität

Infolge der guten Vernetzung der INS Forschenden und des regen Austausches mit der internationalen Forschungsgemeinschaft sind etwa ein Drittel der INS Projekte, deren Datensammlung und Analyse, international ausgerichtet.