Unter der Koordination des INS ist vor knapp einem Jahr das PEX-Netz entstanden – ein deutschschweizerisches Netzwerktreffen für Pflegeexpert:innen in Langzeitpflegeeinrichtungen, die Verantwortung für Fachentwicklung und Qualitätssicherung tragen. Ziel ist es eine praxisnahe Plattform für Austausch, gegenseitiges Lernen und den Transfer von Forschung in die Praxis zu entwickeln, um die Fachexpertise in den Langzeitinstitutionen zu stärken und sichtbar zu machen.
In allen Alters- und Pflegeheimen übernehmen Fachpersonen Verantwortung für Fachentwicklung und Qualitätssicherung. Dabei stehen viele vor ähnlichen Fragen und Herausforderungen.
Um diese Fachexpertise in den Langzeitinstitutionen zu stärken und sichtbar zu machen, wurde ein deutschschweizerisches Netzwerktreffen der Pflegeexpert:innen lanciert, um eine Plattform für Austausch, gegenseitige Inspiration und gemeinsames Lernen zu schaffen – praxisnah, offen und vernetzend.
Die zentralen Ziele des Netzwerks sind:
Das Netzwerktreffen richtet sich an Pflegeexpert:innen sowie Fach- und Qualitätsverantwortliche in Alters- und Pflegeheimen der Deutschschweiz.
Bislang fanden 3 Netzwerktreffen vor Ort (in Olten) sowie zwei Webinare (online) statt. Zudem wurden spezifische Themengruppen für den Austausch in kleinerem Rahmen zu aktuellen Themen geschaffen (z. B. Erfahrungen mit der Einführung und Umsetzung der Gesundheitlichen Vorausplanung).
Am 20. August 2026 fand das 2. PEX-Netz Webinar statt – diesmal zum Thema «Medizinischer Qualitätsindikator (MQI) Polymedikation und Medikationsreview».
Prof. Dr. Franziska Zúñiga führte mit ihrem Referat «Medizinischer Qualitätsindikator (MQI) Polymedikation & Medikationsreview: Einführung in die Qualitätsindikatoren» die knapp 70 Teilnehmenden in das Thema ein. Im Anschluss beleuchtete Prof. Dr. Carla Meyer-Massetti (Fachapothekerin für Spitalpharmazie FPH / Assistenzprofessorin für Klinische Pharmazie, Inselspital, Universitätsspital Bern) das Thema aus pharmazeutischer Sicht: «Medikationsreview aus pharmazeutischer Perspektive: Strukturiert vorgehen, Risiken erkennen, interdisziplinär handeln».
In den anschliessenden Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden praxisnahe Fragestellungen und tauschten sich über ihre Erfahrungen bei der Einführung und Umsetzung von Medikationsreviews aus.
Beim nächsten PEX-Netzwerktreffen am 23. Oktober 2026 (in Olten) steht die Frage im Vordergrund, wie Veränderungen im Langzeitpflegebereich nicht nur angestossen, sondern nachhaltig in der Praxis verankert werden können.
Weitere Informationen zum PEX-Netz und zu vergangenen und noch geplanten Anlässen finden Sie auf der Website www.pexnetz.ch.