Projektname
Engaging key interest groups to SuStain complEx iNterventions in long-term CarE homes (ESSENCE)
Projektleitung
Franziska Zúñiga
Co-Projektleitung
Ruth Melo
INS-Projektteam
Franziska Zúñiga
Flaka Siqeca
Natalie Zimmermann
Lisa Kästner
Externe Projektpartner
University of São Paulo, Brasilien (Ruth Melo, Suzanne Tanoue, Ana Paula Cabrera Parra Bortoluzzi, Paulo Villas-Boas, Meire Cachioni)
Ort der Datenerhebung
Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Zürich, Schweiz
São Paulo, Brasilien
Laufzeit
2026 bis 2029
Projektbeschreibung
Hintergrund
Viele komplexe Interventionen im Gesundheitswesen zeigen zwar kurzfristig positive Effekte, verlieren jedoch nach Ende der Projektförderung an Wirkung oder werden ganz aufgegeben. Die Nachhaltigkeit («Sustainability») von Interventionen wird in der Implementierungsforschung bisher deutlich seltener untersucht als deren Einführung. Besonders Langzeitpflegeeinrichtungen stehen dabei vor spezifischen Herausforderungen wie Personalmangel, finanziellen Engpässen und komplexen Organisationsstrukturen. Bislang gibt es kaum praktische Anleitungen, wie Interventionen in diesem Setting dauerhaft verankert werden können, insbesondere im Vergleich zwischen Ländern mit unterschiedlichen Versorgungssystemen.
Zielsetzung
ESSENCE hat zum Ziel, kontextsensitive Implementierungsstrategien für die Nachhaltigkeit komplexer Interventionen in Langzeitpflegeeinrichtungen zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren, im Vergleich zwischen der Deutschschweiz und dem Bundesstaat São Paulo (Brasilien). Dabei werden die Langzeitpflegeeinrichtungen selbst als aktive Partner:innen in einem Co-Creation-Prozess einbezogen.
Methoden/Design
Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitspakete (WP1–WP4), eingebettet in ein übergeordnetes Arbeitspaket (WP0), das den Aufbau der Arbeitsgruppe umfasst und sich über die gesamte Projektlaufzeit erstreckt:

In beiden Ländern werden 3–6 Langzeitpflegeeinrichtungen als Partner im Co-Creation-Prozess eingebunden.
Erwarteter Nutzen/Relevanz
ESSENCE schliesst eine wichtige Forschungslücke, indem es über die reine Implementierung hinausgeht und den Übergang zu nachhaltiger, in den Praxisalltag integrierter Versorgung in den Fokus rückt. Der Ländervergleich zwischen zwei verschiedenen Versorgungssystemen ermöglicht ein vertieftes Verständnis, wie regulatorische und kulturelle Kontexte die Nachhaltigkeit beeinflussen. Die Ergebnisse fliessen in ein praxisorientiertes Toolkit ein, das Langzeitpflegeeinrichtungen konkrete Hilfestellungen zur nachhaltigen Verankerung von Interventionen bietet, mit direktem Nutzen sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner als auch für Mitarbeitende der Pflege.